Bei Selbständigen kann ein hoher Kontostand täuschen. Teile davon gehören wirtschaftlich bereits Steuern, Lieferanten, Investitionen oder kommenden Betriebsausgaben.
Die eigentliche Entscheidung
Welcher Betrag ist betriebliche Reserve, welcher private Sicherheit – und welcher tatsächlich langfristig verfügbar?
Worauf es ankommt
Steuern, saisonale Schwankungen, Investitionen und private Lebenshaltung sollten getrennt geplant werden. Das eigene Unternehmen ist zudem bereits ein erhebliches wirtschaftliches Konzentrationsrisiko.
Typische Denkfehler
Betriebsgeld wird als Privatvermögen betrachtet. Langfristige Anlagen werden aus Mitteln finanziert, die später für Steuern oder den Betrieb benötigt werden.
Drei Fragen vor der Entscheidung
- Welche betrieblichen Zahlungen sind in den nächsten zwölf Monaten absehbar?
- Welche Steuerlast ist wirtschaftlich bereits entstanden?
- Wie lange sollen private und betriebliche Reserven jeweils reichen?
Nächster sinnvoller Schritt
Führen Sie getrennte Liquiditätstöpfe mit klaren Mindestgrößen. Nur der darüber hinausgehende Betrag kommt für langfristige Vermögensentscheidungen in Betracht.